Auto des Jahres 1989



Das Design war neu und löste Diskussionen aus - aber dem Publikum gefiel es auf Anhieb


Der Uno war schon die Nummer Eins, also sprach man bei Fiat logischerweise vom "Tipo Due" (Typ Zwei) als dem nächsten Schritt bei der Erneuerung der Produktpalette. Nur hatte der Name "Due" nicht das gleiche Charisma, deshalb kam man ganz einfach auf "Tipo" als Bezeichnung für den Ritmo/Strada- und 128-Nachfolger. Dieses Modell leitete etwas großartiges ein: Das Typ-2-Programm basierte auf dem Konzept einer Plattform, die als Grundlage für mehrere Fahrzeuge von Fiat, Lancia und Alfa Romeo dienen sollte. Obwohl es bei einer Karosserieform mit zwei oder vier Türen und Heckklappe blieb, gab es von Anfang an eine größere Auswahl an Motoren und Innenausstattungen. Die Motorisierung fing mit dem FIRE 1000 an, dann kamen Triebwerke mit 1,4- und 1,6-Liter Hubraum und schließlich ein 1,7-Liter- und ein mit Turbolader versehener 2,0-Liter Dieselmotor. Der Tipo mußte als Zeichen der Entschlossenheit von Fiat verstanden werden, nur noch hochwertige Autos zu produzieren. Der "Auto des Jahres"-Jury imponierte nicht nur der Tipo selbst, sondern auch Fiats klare Verpflichtung der Zukunft gegenüber. Die Mitglieder faßten ihre Entschlüsse wie folgt zusammen:

"Der Tipo: gewagt im Styling und mit den fortschrittlichsten Produktionsmethoden, die wir bisher gesehen haben..."

"Eine Revolution im Karosseriebau, mit großzügigem Innenraum, einer guten Motorenauswahl, ausgezeichnetem Fahrverhalten und guten Fahrleistungen, und dies alles zu einem günstigen Preis..."

"Originell im Styling, ziemlich gewagt im Heckbereich - aber soviel Innenraum!..."

"Der Tipo geht neue Wege in seiner Klasse hinsichtlich Platzangebot und Fahrkomfort..."

Eine sportliche Version des Tipo, der 1.8 i.e. 16V, kam Ende 1989 auf den Markt. Von 1991 an bekam dieses Modell einen 2-Liter-Motor mit 142 Pferdestärken. Dieser wiederum bildete die Plattform für ein aufregendes Derivat, nämlich das Coupé Fiat, das im November 1993 vorgestellt wurde.


Daten und Fakten


Der Tipo und der Tempra werden in Cassino/Italien, in einer Fabrik mit einem der höchsten Automatisierungsgrade der Welt, gebaut. Zur Zeit laufen täglich 2.000 Autos vom Band. Seit Produktionsbeginn bis Ende 1994 wurden 1.615.506 Einheiten ausgeliefert. Ursprünglich gab es nur den fünftürigen Tipo; die dreitürige Variante kam 1993 hinzu. Das Coupé Fiat, Ende 1993 vorgestellt, wird von der Karosseriefirma Pininfarina auf einer auf Tipo-Basis entwickelten Plattform gebaut; eine Produktionskapazität von 25.000 Einheiten/Jahr ist vorhanden.

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